18 Stunden Schwerstarbeit:Unser Verdauungssystem

Hat man keine Schwierigkeiten mit der Verdauung, empfindet man alles als normal. Treten jedoch Probleme auf, beginnt oftmals das große Nachdenken. Hier helfen nur seriöse Informationen weiter. Unser Körper braucht nur Minuten, um die Nahrung aufzunehmen, aber fast 18 Stunden zur Verdauung. Diese kann dann noch zusätzlich erschwert werden, wenn unregelmäßige Essgewohnheiten, Stress, Ärger, Fette, schwer verdaubare Lebensmittel oder gar Krankheitserreger und Giftstoffe im Spiel sind.

Was der Körper zu leisten hat, zeigen folgende Erkenntnisse: Rund 30.000 Tonnen feste Nahrung plus 50.000 Liter Flüssigkeit muss der Darm
im Laufe eines durchschnittlichen Lebens verdauen. Er produziert nebenbei noch 14.000 Liter Gas. Das alles heißt täglich Schwerstarbeit.
Somit ist es kein Wunder, dass es mitunter zu Fehlfunktionen kommt.


ein sensibler Speiseverwerter

Unser Verdauungssystem –ein sensibler Speiseverwerter

Unser Körper ist auf die regelmäßige Zufuhr von Nahrung als Energierohstoff angewiesen.
Um lebenswichtige Stoffe aus unserer Nahrung zu gewinnen, benötigen wir eine funktionierende
Verdauung, bei der die Nahrungsmittel zerkleinert, durchmischt und durch Enzyme und
Verdauungssäfte in ihre Bestandteile zerlegt werden.

Mundhöhle, Rachen, Speiseröhre, Magen und Darm sind die zum Verdauungstrakt zählenden
Hohlorgane. Dazu kommen noch die Mundspeicheldrüsen, die Leber mit Gallenblase und
Gallenwegen sowie die Bauchspeicheldrüse.

Die Aufgaben unseres VerdauungssystemsDie drei großen A

Aufnahme, Auswertung und Ausscheidung des Nahrungsbreis sind die Hauptaufgaben unseres Verdauungssystems. Damit dieses Zusammenspiel immer wieder reibungslos funktioniert, bedarf es einer präzisen Abstimmung. Die kleinste Störung kann dieses Räderwerk aus dem Takt bringen – mit mehr oder weniger unangenehmen Folgen.

1. Aufnahme: Schneller Gleiter


In nur sechs Sekunden gelangt in aller Regel ein Nahrungsbissen von Mund und Rachen in die etwa 15 – 25 cm lange Speiseröhre, um dann über den Pförtner (einen Schließmuskel des Magens) als Speisebrei den Magen zu erreichen. Dieses muskulöse, im Oberbauch liegende Hohlorgan kann rund 1,5 bis 2 Liter Nahrung aufnehmen und speichern.

Mit Hilfe des enthaltenen Magensafts, der nahezu alle in den Speisen enthaltenen Bakterien abtötet, wird der Nahrungsbrei dann gemischt, durch Enzyme weiter aufbereitet und in den Darm abgegeben, wo der Verdauungsprozess fortgesetzt werden kann.


2. Auswertung: Wohin mit dem Nahrungsbrei und den enthaltenen Fetten?


Den größten Teil der Verdauung hat der sechs Meter lange und aus vielen Windungen bestehende Dünndarm zu leisten. Hier wird der Nahrungsbrei mit den Verdauungsstoffen und -säften durchmischt, weiter verdaut und die Nährstoffe resorbiert, damit sie vom Blut aufgenommen und dem Körper als Energie zugeführt werden können. Hauptrollen bei der Verdauung von Nahrung und aufgenommenen Fetten spielen Leber und Galle. Die Leber bildet die Gallenflüssigkeit, die in der Gallenblase gesammelt wird.

Die Verdauungssäfte werden in den Dünndarm weitergeleitet und sind verantwortlich für die Verdauung und den Abbau von Nahrungsfetten. Sie spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Kohlenhydraten, Eiweißen, Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Funktioniert dieser komplexe Vorgang nicht einwandfrei, so können die typischen Beschwerden wie Völlegefühl, Magenschmerzen, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

Doch die Leber leistet noch mehr, sie ist das zentrale Organ im gesamten Stoffwechsel. Ihre Funktionen beeinflussen direkt oder indirekt jedes Organ unseres Körpers. Sie kann Bakterien und Giftstoffe aus dem vorbei strömenden Blut herausfiltern und unschädlich machen. Schließlich bildet sie die für das körpereigene Abwehrsystem dringend benötigten Abwehrstoffe.


3. Ausscheidung: Vom Oberhaus ins Unterhaus


Mit dem Übertritt vom Dünndarm in den Dickdarm verlässt die Nahrung den Oberbauch und erreicht den Unterbauch. Der rund 1,5 Meter lange Dickdarm hat die Aufgabe, den noch vorhandenen Nahrungsbrei einzudicken, das heißt, ihm das Wasser zu entziehen. Erst dann können alle unverdaulichen Nahrungsbestandteile auf ihren letzten Reiseabschnitt gehen.
Wenn Essen wie ein Stein im Magen liegt

Verdauungsbeschwerden Wenn Essen wie ein Stein im Magen liegt

Jeder kennt die unangenehmen Beschwerden nach dem Essen: Völlegefühl, Magendrücken und Blähungen. Die Auslöser sind vielfältig: Hastige Mahlzeiten, des Guten zu viel oder auch Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Speisen oder Zutaten. In der Regel verschwinden diese Beschwerden nach einiger Zeit wieder, treten sie hingegen wiederholt auf, können sie auf eine Störung im Verdauungssystem hinweisen.

In Deutschland leidet etwa ein Viertel der Erwachsenen gelegentlich oder chronisch unter Verdauungsbeschwerden, medizinisch Dyspepsie genannt. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Fehlverdauung (Dys = Fehlfunktion, pepsis = Verdauung).

Ab dem 50. Lebensjahr treten diese Probleme gehäuft auf. Die Verdauung arbeitet nämlich im Alter langsamer, der Darm verliert an Elastizität und das Verdauungssystem produziert immer weniger Verdauungssäfte, um die Nahrung und die enthaltenen Fette optimal zu verarbeiten.


Was ist das? Funktionelle Dyspepsie

Liegen, so wie in den meisten Fällen, bei Magen-Darm-Beschwerden keine erkennbaren organischen Ursachen vor, so spricht man von einem Reizmagen oder einer funktionellen Dyspepsie. Mediziner sprechen von funktioneller Dyspepsie, wenn eines oder mehrere der folgenden Symptome innerhalb eines Zeitraums von einem halben Jahr öfter aufgetreten sind:
  • Unangenehmes Völlegefühl
  • Zu rasches Sättigungsgefühl
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Brennen im Oberbauch
  • Übelkeit und /oder Erbrechen
„Typische“ dyspeptische Beschwerden kommen kaum vor, denn die Menschen sind so verschieden wie ihre Verdauung. Wir haben es eher mit Mischformen zu tun, bei denen mehrere Symptome gleichzeitig auftreten. Generell lassen sich dyspeptische Beschwerden in drei Typen aufgliedern:
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VerdauungsstörungenDie Ursachen

Die Ursachen sind so vielfältig wie ungeklärt: Überempfindliches Nervensystem, zu langes oder zu kurzes Verbleiben der Nahrung im Magen, eine gestörte Darmflora, falsche Ernährung, Stress, psychische Belastungen, Schlafstörungen, zu schnelles Essen, zu geringe Flüssigkeitszufuhr usw ...

Die dyspeptischen Beschwerden gehen nicht nur vom Magen aus (auch wenn sie gefühlsmäßig dort empfunden werden), sondern vom gesamten Verdauungsapparat. Wenn dieser nicht einwandfrei arbeitet, ist nämlich der Körper nicht in der Lage, ausreichend Verdauungsstoffe zu produzieren. Das heißt: Der Organismus kann die Nahrung und die enthaltenen Fette nicht richtig verarbeiten. Der Nahrungsbrei erreicht dann teilweise unverdaut den Dickdarm, was bedeutet: Die normalen Abläufe der Verstoffwechselung können nicht mehr stattfinden. Das Essen liegt gefühlsmäßig „wie ein Stein im Magen“.


Symptome und Folgen

VerdauungsproblemeSymptome und Folgen

Die häufigsten Symptome bei Verdauungsbeschwerden sind Völlegefühl, Blähbauch, Blähungen und Magendrücken. Als Steigerung können sich Übelkeit, Erbrechen, krampfartige Beschwerden im Oberbauch, Aufstoßen oder Sodbrennen dazugesellen, manchmal gepaart mit Unterbauchschmerzen und Durchfall.

Vegetative Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwitzen, Kreislaufprobleme und Schlafstörungen können ebenfalls auftreten. Lebensbedrohlich sind diese Symptome nicht, sie schränken aber die Lebensqualität erheblich ein.

Kritisch wird es erst, wenn sich die Beschwerden als hartnäckig erweisen. Schaltet die Verdauung auf Dauerstau, können die Blutfettwerte ansteigen. Dies kann wiederum die Arteriosklerose begünstigen, die zu einer Verhärtung und Verengung der Blutgefäße führen kann. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind im schlimmsten Fall
die Folge. Aber soweit muss es nicht kommen. Wer rechtzeitig gegensteuert, hat gute Chancen, auch langfristig gesund zu bleiben.
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ServiceHäufige Fragen

Kann Hepar-SL® FORTE auch dauerhaft eingenommen werden?
Ist es möglich, die Kapsel zu öffnen und den Inhalt ohne Kapsel
(z.B bei Schluckbeschwerden) einzunehmen?